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Prof. Dr. Dr. h.c. Rik de Doncker, Direktor des Instituts für Stromrichtertechnik und Elektrische Antriebe, Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule (RWTH) Aachen, diskutierte mit fünf Referenten über das Thema „Potenziale für Innovation und Kostensenkung in der Elektromobilität“:

  • Roadmap Batterietechnologie: Dr. Axel Thielmann
    (Stellvertretender Leiter Competence Center Neue Technologien und Koordination Nanotechnologie, Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI)
  • Elektromobilität und Automatisiertes Fahren: Michael Meurer
    (Leiter Forschungsförderung, BMW Group/Sprecher eNOVA Strategiekreis Automobile Zukunft)
  • Elektrische Leichtfahrzeuge: Martin Möscheid
    (Geschäftsführer, FINE Mobile GmbH)
  • Elektrische Flugzeugantriebe: Dr. Frank Anton
    (Leiter of eAircraft, Siemens AG)
  • Nutzerperspektive: Klaus Baumgärtner
    (Geschäftsführer, Bridging IT GmbH)

Bereits heute zeichnet sich ab, dass die Kosten für Lithium-Ionen-Batterien sinken werden. Dies wird in Zukunft dazu führen, dass Elektroautos erheblich günstiger zu kaufen sind. Ein niedriger Preis alleine reicht für ein grundsätzliches Umdenken von Kunden im automobilen Markt nicht aus. Für die Fahrzeughersteller gilt es, neue Differenzierungsmerkmale herauszuarbeiten. Denn während sich aktuelle Verbrennungsfahrzeuge vor allem durch ihren Antrieb voneinander unterscheiden, wird dies bei Elektrofahrzeugen vollkommen anders sein. Grund hierfür ist die wesentlich geringere Komplexität (1 zu 10) der technischen Bauteile. Um marktreife Produkte einzuführen, wird die Innovationsgeschwindigkeit von Forschung und Entwicklung zum entscheidenden Faktor. Hierbei bietet die Elektrifizierung große Chancen. Die Experten betonen während der Vorträge, dass erweiterte Produktionskapazitäten hinsichtlich autonomem Fahren und Vernetzung in Deutschland eine wesentliche Grundlage für den zukünftigen Erfolg darstellen. Die technologischen Kompetenzen müssen nicht nur erhalten, sondern ausgebaut werden. Alle Referenten sind sich darüber einig, dass eine ganzheitliche Betrachtung der Elektromobilität notwendig ist. Nur so könne Deutschland zukünftig einer der Innovationstreiber neuer Technologien sein, anstatt selbigen nur hinterherzulaufen. Im Mobilitätssektor gilt dies insbesondere für die Bereiche autonomes Fahren, Vernetzung und alternative Antriebe. Die Maxime muss dabei kundenfokussiert lauten: „follow the user“.

Unter dem Motto „Das Elektroauto – Extravaganz für wenige oder automobile Normalität der Zukunft?“ hat am 6. und 7. Juni in Berlin die Fach- und Ideenkonferenz der Bundesregierung stattgefunden. In zahlreichen Vorträgen und Podiumsdiskussionen wurden aktuelle Trends analysiert und die Zukunft der Elektromobilität fokussiert. Die Fachforen beleuchteten Themen wie mögliche Geschäftsmodelle für Elektromobilität, Potenziale für Kostensenkung, intelligente und vernetzte Elektromobilität sowie ihre Rolle in der Energiewende.

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