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Der Autogipfel am 4. November in Zwickau hat die Herzen der Elektromobilitätsbranche höherschlagen lassen: 3,5 Milliarden € werden allein bis 2025 in den Ausbau der öffentlichen Ladeinfrastruktur fließen. Zum aktuellen Zeitpunkt gibt es in Deutschland 21.000 Ladesäulen, an denen 220.000 Elektroautos Strom beziehen. Innerhalb der kommenden zehn Jahre soll die Zahl der Ladesäulen bis auf eine Million wachsen. Denn die Politik rechnet bis dahin mit sieben Millionen E-Autos auf den Straßen Deutschlands. Bereits bis 2022 werden 50.000 Ladesäulen – zum Teil in Eigenverantwortung der Automobilindustrie – installiert, so die Vertreter der Industrie.

Der Anreiz für den Kauf eines Elektroautos liegt vor allem bei den günstigeren Fahrzeugvarianten: Autos unter 40.000 € können in Zukunft mit einem Zuschuss von 6.000 € (bisher 4.000 €) gefördert werden. Im Vergleich dazu werden Fahrzeuge mit einem Listenpreis von über 40.000 € mit 5.000 € unterstützt. Dieser Umweltbonus wurde nicht nur erhöht, sondern zusätzlich auch verlängert: Statt bis Ende 2020 läuft die Förderung nun fünf Jahre länger.

Weitere Ziele des „Masterplan Infrastruktur“, der gemeinsam von Politik und Industrie verfasst wurden, betreffen u.a. Transparenz der Strompreise, die Allokation der Ladeinfrastruktur sowie vereinfachte Genehmigungsprozess. Dies ist eine zielführende Maßnahme zur Erreichung der Klimavorgaben der Europäischen Union. Dennoch sagen Experten, dass wesentlich mehr Elektrofahrzeuge nötig sind, um die gesetzten Klimaziele zu erfüllen. Es ist mit weiteren Neuerungen zu rechnen.

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