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Etwas ungewöhnlich hat der Unterhaltungselektronik-Konzern Sony sein erstes Elektroauto nicht auf einer Automobilausstellung, sondern auf der internationalen Fachmesse für Unterhaltungselektronik vorgestellt. Die Limousine mit dem Namen „Vision-S“ wurde öffentlichkeitswirksam auf der diesjährigen CES (Consumer Electronics Show) in Las Vegas vorgestellt. Sie soll vor allem durch innovative Sensorentechnik und ein integriertes Infotainment-System überzeugen. Damit stellt Sony seine Expertise aus der Smartphone-Entwicklung und dem Entertainment-Bereich in den Vordergrund und hebt sich so von seinen Mitbewerbern ab.

 

Unklar bleibt zunächst, ob es sich bei der Präsentation um einen reinen Marketing-Stunt handelt. Sony hat zwar Partner aus der Automobilbranche und könnte Ambitionen haben, den momentan für Elektrofahrzeuge sehr attraktiven asiatischen Markt zu erschließen. Nichts desto trotz würde dies für das Unternehmen eine umfangreiche Erweiterung des Kerngeschäftsfeldes bedeuten. Das wäre ungewöhnlich, ist aber nicht undenkbar. Zumal Sony mit seinem Prototypen ein plattformbasiertes, also für die Entwicklung anderer Elektroautos zugängliches, System vorgestellt hat.

Ob der Elektronikriese seine Pläne eines eigenen Elektroautos nun umsetzt oder nicht, wenn Anbieter anderer Branchen sich Gedanken über nachhaltige Mobilität machen, birgt dies großes Innovationspotential. Wenn Sony seine aus Handys bekannte Sensorentechnik integriert, können auch andere Hersteller ihr Wissen und ihre Denkweise einbringen. Es bleibt also spannend, welche neuen Ideen Sony und andere branchenferne Unternehmen in den nächsten Jahren in den Markt der nachhaltigen Mobilität mit einbringen werden.

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