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Durch eine neue Bahnverbindung kann die Strecke von der Hansestadt in die dänische Hauptstadt in Zukunft in weniger als drei Stunden zurückgelegt werden.

Möglich wird dies durch das zweitgrößte Infrastrukturprojekt, das in Europa umgesetzt wird. Die sog. „Feste Fehmarnsundquerung“ beinhaltet eine 17,6 Kilometer lange Querung des Fehmarnbelts sowie einen Ausbau des anknüpfenden oberirdischen Schienennetzes. Sie verbindet die schleswig-holsteinischen Insel Fehmarn und die dänischen Insel Lolland. Damit wird sie der bisher längste kombinierte Eisenbahn- und Straßentunnel sein. Die erwarteten Kosten von ca. 7,1 Milliarden Euro für den Tunnel trägt Dänemark mit Unterstützung der EU alleine.

Mit Fertigstellung der „Festen Fehmarnsundquerung“ werden Hamburg und Kopenhagen direkt, öfter und schneller miteinander verbunden. Die Strecke wird dann 160 Kilometer kürzer sein und unter in drei Stunden zurückgelegt werden. Dr. Buchholz, Wirtschaftsminister in Schleswig-Holstein, verspricht: „Er wird einer der sichersten und fortschrittlichsten Tunnel seiner Art sein.“

Auch der Güterverkehr wird von dieser Neuerung profitieren und schnellere Lieferungen ermöglichen. Ebenso sollen der Tourismus sowie der Arbeitsmarkt durch diese neue Verbindung gewinnen. So haben die IHK Lübeck mit der Bundesagentur für Arbeit und den dänischen Partnern Guldborgsund und CELF ein grenzenüberschreitendes Ausbildungsbüro gegründet.

Kritiker sehen in Hinblick auf die Baukosten allerdings ein zweites Stuttgart 21. Selten werden dabei die zukünftigen Mehrwerte gleichwertig gewichtet. So wird dabei außer Acht gelassen, dass die aktuelle Fehmarnsundquerung, die 1963 fertiggestellt wurde, für das zukünftige Verkehrsaufkommen ein echtes Nadelöhr darstellt. Daher hat sich ein Konsortium an Projektträgern, u.a. die DB Netz AG, bereits 2015 begonnen eine emissionsarme Alternative zu planen. Die Fertigstellung soll 2028 erfolgen.

Bis dahin dauert die Fahrt zwischen den beiden Metropolregionen weiterhin noch vier Stunden und vierzig Minuten und stellt somit leider keine echte Alternative zu einer Flugverbindung dar.

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