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Im vergangenen Jahr sind in Deutschland sowohl die Nutzerzahlen von Car Sharing-Angeboten als auch die Anzahl der Elektroautos deutlich gestiegen. Das Angebot von Car Sharing-Anbietern und die Eigenschaften von Elektroautos lassen sich gut miteinander kombinieren – unter bestimmten Voraussetzungen.

Car Sharing-Angebote und Elektrofahrzeuge gelten als Hoffnungsträger für eine nachhaltigere Mobilität. In der Kombination ergibt sich daraus eine starke Synergie.

Elektroautos im Car Sharing gelten als gutes Beispiel, dass Mobilität günstig, flexibel und sauber sein kann. Da wundert es kaum, dass der Anteil an elektrischen Fahrzeugen in Car Sharing-Flotten mit über zehn Prozent mehr viermal so hoch ist, als der Gesamtanteil elektrischer Fahrzeuge in Deutschland.

Dahinter stecken große Synergieeffekte. Für die Anbieter von Sharing-Diensten ist es möglich, mit Elektrofahrzeugen bei ihrer jungen Zielgruppe zu punkten. Darüber hinaus eliminiert ihr Konzept mögliche Nachteile, die Elektrofahrzeuge potenziell mit sich bringen können. Möchte ein Nutzer zum Beispiel eine lange Distanz zurücklegen, kann er jederzeit einen Diesel oder Benziner benutzen. Dabei muss er gleichzeitig aber nicht darauf verzichten, für kürzere Strecken ein effizienteres und ökologischeres Elektrofahrzeug zu verwenden. Deshalb wird Car Sharing hauptsächlich in Städten angeboten. Hier sind Elektrofahrzeuge im Stop-and-go-Verkehr besonders effizient.

Das wird auch in den Nutzungszahlen deutlich. Während im letzten noch Jahr 83.200 Elektrofahrzeuge auf Deutschlands Straßen unterwegs waren, sind es heute über 136.000 Fahrzeuge. Das entspricht einem Plus von 34,8% innerhalb eines Jahres. Gleichzeitig wurden mit einer Mehrnutzung von 16,6% auch deutlich mehr Car Sharing-Fahrzeuge gefahren.

Wie gut sich Elektroautos in Car Sharing-Flotten integrieren lassen, hängt dabei vor allem vom Standort ab. In urbanen Räumen, wo die Distanzen kurz sind und meist eine Ladesäule in der Nähe ist, treten die Vorteile der Elektromobilität in den Vordergrund. Auch sind Elektrofahrzeuge politisch in Städten besonders erwünscht, da sie für eine Minderung der Feinstaub- und Lärmbelastung sorgen. Im ländlichen Raum sind Elektrofahrzeuge generell und auch in Sharing-Flotten eher eine Ausnahme. Zwar hat auch hier die Dichte der verfügbaren Sharing-Fahrzeuge zugenommen, nicht aber der Anteil der Elektrofahrzeuge in den Flotten.

Sollten in den nächsten Jahren die Reichweiten größer und die Ladezeiten von Elektrofahrzeugen kürzer werden, ist davon auszugehen, dass auch im ländlichen Raum immer mehr Elektrofahrzeuge angeschafft werden.

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