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Nach Daten der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) stieg die Nachfrage nach ökologisch erzeugten Lebensmitteln während der ersten drei Monate der Corona-Krise deutlich stärker als die Umsätze des Lebensmittelhandels insgesamt. Auch das Informationsportal Ökolandbau beschreibt Rekordumsätze im Naturkosthandel und vor allem ein Anstieg an Abonnements von „Bio-Kisten“.

Das Marktforschungsinstitut AMM berichtet, dass 30% der Befragten einer aktuellen Studie ihre Bioeinkäufe während der Pandemie erhöht haben. Dies resultiert vor allem aus dem Wunsch der Konsumenten, während der globalen Krise regionale Bauern und Anbieter zu unterstützen. Auch steht aufgrund ausgefallener Urlaubsreisen und Restaurantbesuche mehr Geld für hochwertige Lebensmittel zur Verfügung. Wobei Dario Sarmadi, Sprecher der Verbraucherorganisation Foodwatch warnt: „Das Bio-Siegel allein hat erst einmal nichts mit Regionalität zu tun“.

Die Beobachtungen stimmen mit einer weiteren Entwicklung überein: Nach Informationen des Bundeslandwirtschaftsministeriums hat sich der Anteil an ökologisch bewirtschafteter Fläche in Deutschland 2019 um rund 116.000 Hektar erhöht. Damit gab es 1,6 Millionen Hektar ökologisch bewirtschaftete Fläche, was 9,7 Prozent der gesamten landwirtschaftlich genutzten Fläche entspricht.

Bereits seit mehreren Jahren sind Bioprodukte einer der größten Wachstumstreiber im Lebensmittelhandel. Nach Angaben des Bundes für Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) stieg der Umsatz der kommerziellen Supermärkte mit Biolebensmitteln und -Getränken allein 2019 um 11,4 Prozent auf mehr als sieben Milliarden Euro.

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