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Immer mehr Menschen steigen auf das Fahrrad, E-Bike oder Pedelec um: Dieser Trend wurde durch Corona verstärkt, hat sich jedoch schon zuvor durch sich verändernde Lebensstile vor allem in den Städten abgezeichnet. Nun prüfte der ADAC stichprobenartig 120 Strecken in den Städten Bremen, Dresden, Erfurt, Hannover, Kiel, Mainz, München, Saarbrücken, Stuttgart und Wiesbaden ­– mit leider unzureichenden Ergebnissen:

Jeder dritte getestete Weg ist zu schmal und erfüllt nicht die Mindeststandards. Die Regelbreite erreichte oder überschritt sogar nur jede fünfte Strecke.

In den zehn getesteten Städten sind deutliche Unterschiede erkennbar: Das beste Ergebnis erzielte Kiel. Von den elf Strecken schnitten eine mit Sehr gut und vier mit Gut ab, keine fiel durch. Gravierende Mängel wurden vor allem in den Städten Hannover und Mainz festgestellt.

Gemessen wurde anhand der Standards für Regel- und Mindestbreiten nach den „Empfehlungen für Radverkehrsanlagen“. Diese sagen beispielsweise aus, dass Radwege, die nur in einer Richtung befahren werden dürfen, mindestens 1,6 Meter breit sein sollen, besser zwei.

Die Ergebnisse stehen im Widerspruch zu der momentanen Beliebtheit des Fahrrads und könnten den Trend sogar behindern: Breite Radwege, die zudem nicht von bspw. parkenden Autos und Bäumen eingeschränkt werden, sind ein bedeutender Faktor für die Sicherheit von Fahrradfahrenden. Vor allem im Zuge der ebenfalls immer häufiger genutzten Lastenräder oder auch E-Tretroller, ist ein Umdenken in der Städte- und Mobilitätsplanung unabdinglich.

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