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Kfz-Versicherungen werben verstärkt Käufer von E-Autos an. Vor allem bei Kaskoversicherungen können Kunden mit Elektrofahrzeugen, im Vergleich zu Kunden mit Verbrennern, viel Geld einsparen.

Dies ist das Ergebnis einer Marktstudie des Internet-Vergleichsportal Verivox. In einer Gegenüberstellung von sechs Elektroautos und vergleichbaren Verbrennungsfahrzeugen wurden die Vollkasko-Versicherungsprämien miteinander verglichen. Ergebnis davon war, dass die Topangebote für Elektro-Autos deutlich günstiger abschnitten. Ein Beispiel: Für den BMW i3 (125 kW/ 170 PS) kann eine Familie je nach Wohnort ca. 688€ jährlich für die Versicherung (HUK24 Classic) zahlen. Für das verglichene Verbrennermodell BMW 118 (104 kW/ 140 PS) fällt ein Preis von mindestens 1032€ (R+V24 Komfort) an.

Verivox Geschäftsführer Wolfgang Schütz spricht von einem überraschenden Ergebnis: Da E-Autos meist teurer sind als vergleichbare Verbrenner, wäre aufgrund der tendenziell höheren Schadenkosten auch eine teurere Kaskoprämie zu erwarten.

Mögliche Gründe für dieses Paradoxon könnten sein, dass in Elektroautos häufig mehr Kameras und Sensoren verbaut sind. Ersatzteile werden dadurch zwar teurer, aber die Assistenzsysteme sorgen für weniger Unfälle und Schäden. Des Weiteren korreliert eine batterieschonende Fahrweise mit einem sicheren Fahrstil, wodurch ebenfalls die Zahl der Unfälle abnimmt und E-Modelle in einer niedrigeren Typklasse eingestuft werden. Auch aus Marketing- und Reputationsgründen werben Versicherungen zunehmend die Fahrer umweltschonenderer Modelle ins Visier.

 

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