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Der Green Deal der Europäischen Union wird noch dieses Jahrzehnt von der Europäischen Energiebranche mit mindestens 650 Milliarden Euro für erneuerbare Energien unterstützt. Laut der Unternehmensberatung Kearney für das Handelsblatt könnte dieser Wert bei günstigen Förderbedingungen sogar auf über eine Billion Euro ansteigen. So wollen beispielswiese der spanische Energiekonzern Iberdrola 34 Milliarden und Enel aus Italien sogar 70 Milliarden Euro in erneuerbare Energien investieren.

Auch Ölriesen ziehen mit und investieren mehrere Milliarden Euro in den Markt für grüne Energien. Alleine Shell, BP, Total, Eni und Equinor kommen über die nächsten fünf bis zehn Jahre auf ca. 130 Milliarden Euro. Damit folgen sie dem Druck von Gesellschaft, Politik und Investoren zukünftig nachhaltiger zu handeln.

Zwischen 2010 und 2020 stieg der Anteil erneuerbarer Energien bereits von 20 auf rund 40 Prozent. Jedoch sind die Neuinvestitionen in den letzten Jahren stagniert. Der nun aufkommende Investitionsboom kann mehrere Gründe haben: Zum einen steigt der Umfang politischer Unterstützung (wie bspw. durch den Green Deal), zum anderen wächst der Bedarf an aus Ökostrom erzeugten Wasserstoff. Des Weiteren werden durch technologische Weiterentwicklungen Windräder und Sonnenkraft zunehmend wettbewerbsfähig, wohingegen fossile Energieträger immer unbeliebter werden. Zuletzt macht auch der Finanzsektor durch niedrige Zinsen und Investments in erneuerbare Energien attraktiver.

Welche Summen in den kommenden Jahren real investiert werden, hängt im Wesentlichen von den sinkenden Kosten zur Generierung grüner Energie und von staatlich finanzierten Förderungen ab. Jedoch seien für mindestens fünf weitere Jahre die Bedingungen sehr gut und 650 Milliarden Euro aus der traditionellen Energiebranche eher konservativ bemessen. Zudem erwiesen sich die Aktien im Bereich erneuerbarer Energien im Corona-Jahr 2020 als krisenfest. Sie blieben nicht nur stabil, sondern gewinnen auch weiterhin stetig stark an Wert. Nicht nur Privatkunden, sondern auch Großkonzerne wie Amazon fordern zunehmend grünen Strom und fördern somit seine Entwicklung und Ausbreitung.

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