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Laut Nachhaltigkeitsbericht des RICS (Royal Institute of Chartered Surveys) und dem Worldwide Build Environment Forum steigt die Bereitschaft in umweltfreundliche und nachhaltige Bauprojekte zu investieren. Allerdings nicht genug, um die „Netto-Null-Ziele“ zu erreichen.

Von den 4.000 Befragten aus mehr als 30 Ländern, gaben 40% an, dass sie die gestiegene Nachfrage der Kunden, Stakeholder und Investoren als wichtigen Treiber für Investitionen in den ESG-Bereichen (Environment, Social, Governance) sehen. Zudem sind 55% der Meinung, dass ein größeres Interesse für umweltfreundliche und nachhaltige Gebäude besteht. Weitere Faktoren seien die mit ESG verbundenen Chancen und Risiken, sowie ein besserer Ruf und ein gestiegenes Markenimage.

Betrachtet man die Position zu möglichen Mietaufschlägen auf Grund umweltfreundlicher Gebäude, äußert sich die Hälfte der Befragten wohlwollend, während rund ein Drittel sogar von Aufschlägen von bis zu 10% – im Vergleich zu nicht ausdrücklich klimafreundlichen Objekten – ausgeht. Insgesamt sind über 60% der Meinung, dass die Investorennachfrage nach grüneren Bauprojekten in den kommenden Jahren moderat bis stark ansteigen wird. Von den europäischen Befragten stimmen dieser These sogar fast 75% zu.

Dieser Trend zeigt sich in Europa auch in der Nachfrage bezüglich grünerer Bauprojekte. Diese nahm im Vergleich zum vergangenen Jahr um 69% zu. In Deutschland allein war ein Anstieg von 75% zu verzeichnen.

Einziges schwarzes Schaf in dieser Hinsicht: Das Bauwesen an sich. Zwar ist der Bausektor für 40% der globalen CO2-Emissionen verantwortlich, allerdings wird bei 70% der Projekte nicht berechnet, wie hoch die Emissionsbelastung über den Lebenszyklus des Gebäudes hinweggesehen ist. Nur 18% gaben an, dass sie zu diesem Zwecke ein standardisiertes Mess-Verfahren nutzen würden.

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