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In Köln startet das Projekt MuLI . MuLI steht für Multimodale Lademodul-Integration. Es handelt sich dabei um eine eine Kooperation der Kölner Verkehrsbetriebe (KVB), Rheinenergie und Ford im Bereich der innovativen Ladeinfrastruktur.

Die Idee dahinter: Wenn Straßenbahnen bremsen, wird sich das Phänomen der Rekuperation zu Nutze gemacht. Dabei wird die aus dem Bremsvorgang entstandene Energie genutzt, um sie in Strom umzuwandeln. Dieser kann dabei in einem von Ford bereitgestellten Batteriemodul gespeichert werden. Die sechs verwendeten Batterien stammen aus alten Fahrzeugen und sind somit als „Second-Life-Batterien“ wiederverwendbar. Die gesamte Speicherkapazität beträgt dabei rund 300kWh.

Mit dem gesammelten Strom, sollen dann ein Lademast für Elektrobusse und zwei Ladestationen für Elektroautos mit jeweils zwei Ladepunkten – sowohl AC- als auch DC- Einheiten – betrieben werden. Zudem fungiert das System als Netzstabilisierung, da durch das Zwischenspeichern des Stroms in den Batterien Spannungsschwankungen vermieden werden.

Für das Projekt stehen insgesamt 6 Millionen Euro zur Verfügung. Es wird unter anderem auf eine Förderung des BMVI in Höhe von knapp 2 Millionen Euro zurückgegriffen. Davon fließen 700.000 Euro an die KVG für die Projektleitung und den Erwerb dreier Elektrobusse. 900.000 Euro gehen an Rheinenergie zur Durchführung von Aufbau und Anschluss der Ladeinfrastruktur, während Ford mit rund 200.000 Euro für das Errichten des Energiespeichers gefördert wird.

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