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In den Niederlanden gibt es mittlerweile mehr Fahrräder als Menschen. Daher wird es – vor allem in urbanen Regionen – immer schwieriger, einen Fahrradabstellplatz zu finden. Das Land geht diese Problematik an, indem es unterirdische Fahrradparkplätze in bald allen großen Städten des Landes installiert. Das Ziel ist es, noch mehr Menschen zum regelmäßigen Radfahren zu bewegen.

Das größte unterirdische Fahrrad-Parkhaus der Welt befindet sich in Utrecht: Das moderne Gebäude im Beton- und Glas-Stil besteht aus drei Etagen mit doppelstöckigen Fahrradständern, in denen 12.500 Fahrräder abgestellt werden können. Dies umfasst ebenfalls spezielle Stellplätze für z. B. Leih- oder Lastenräder. Das zweitgrößte unterirdische Fahrrad-Parkhaus der Welt befindet sich in Den Haque. Die Tief-Garage in der Nähe des Hauptbahnhofs bietet Platz für bis zu 8.000 Fahrräder. 700 Leih-und 7.000 private Fahrräder können hier abgestellt werden. Ähnliche Stationen gibt es bereits im ganzen Land, z. B. in beliebten Städten wie Amsterdam, Maastricht oder Groningen.

Die Anlagen sind Teil einer größer angelegten Strategie, in welche die Niederlande mehrere Hundertmillionen Euro investiert. Sie dient der Verbesserung der Fahrradinfrastruktur im ganzen Land. Die Strategie hat das Ziel, Staus zu verringern, die Luftqualität in den Städten zu verbessern und den Klimawandel zu bekämpfen –während sie gleichzeitig gesund und kostengünstig für die Bürger ist. Sie folgt dem Leitgedanken, dass öffentliche Verkehrsmittel und das Radfahren so bequem und einfach wie möglich werden müssen. Deshalb befinden sich viele der Tiefgaragen z. B. an großen Bahnhöfen, um von den Synergien einer multimodalen Mobilität zu profitieren.

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